Ein neuer Fall

25. Februar 2013 um 20:03 Uhr unter Allgemein

Ein neuer Fall. Endlich! Jetzt geht es wieder raus an die frische Luft! So habe ich heute morgen gejubelt.
Na gut, ganz so viel Eifer hatte ich nun auch wieder nicht, es ist ja immerhin noch ziemlich kalt draußen. Aber trotzdem hab ich mich gefreut, dass ich mich nicht mehr mit dem Papierkram rümärgern muss. Zumindest, bis mir meine Chefin erklärt hat, dass ich dieses Mal nicht alleine ermitteln werde: Ich bekomme einen Partner.

Mein Partner heißt Klaus. Er ist ein Mensch, recht groß (für einen Menschen) und ein „alter Hase“, wie ihn meine Chefin nannte. Sie hat uns heute zusammengebracht und gesagt, er wäre nun mein „Mentor“ und solle mir helfen, mich in meinem neuen Job besser zurechtzufinden. Und das heißt, dass wir für die nächsten paar Fälle zusammenarbeiten werden.

Soweit ich es mitbekommen habe, arbeiten die Versicherungsdetektive normalerweise allein, daher war ich nicht sehr begeistert, dass ich nun eine Ausnahme sein soll. Meine fehlende Begeisterung war aber noch gar nichts gegen die Reaktion von Klaus. Der hat sich tierisch mit meiner Chefin herumgestritten, aber letztendlich den Kürzeren gezogen.

Ich versuche, das nicht persönlich zu nehmen, aber meine Laune hat sich dadurch auch nicht gebessert. Naja, auf jeden Fall sind wir zwei dann zum Tatort gefahren und haben uns dort umgesehen. Es ist eine verdammt große und verdammt teure Villa eines verdammt reichen Menschen, und natürlich wurde dort eingebrochen. Jemand hat einfach ein Fenster eingeschlagen, den Tresor aufgebrochen und leergeräumt. Und in dem Tresor war (wer hätte es gedacht) neben viel Bargeld auch einiges an teurem Schmuck. Der war bei uns versichert, und deswegen müssen wir ihn nun wiederfinden.

Merkwürdig war nur, dass die Alarmanlage nicht richtig funktioniert hat: Nachdem sie losging, hat es angeblich nur fünf Minuten gedauert, bis die Polizei da war, aber vom Dieb hat sie nichts mehr gesehen. Und das kann eigentlich nicht sein, weil das Öffnen des Tresores alleine schon viel länger hätte dauern müssen. Also ist da irgendwas faul.

Leider haben wir noch nicht viel herausbekommen, weil die Polizei uns weggeschickt hat. Ich glaube, sie mögen keine Versicherungsdetektive und wollen den Dieb lieber alleine schnappen. Na sollen sie doch. Ich muss ja nur den gestohlenen Schmuck finden. Und das werde ich auch – übelgelaunter Klaus hin oder her.

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Story-Update

24. Februar 2013 um 10:43 Uhr unter Update

Story 16 veröffentlicht: Am Bach

Büroalltag

20. Februar 2013 um 17:12 Uhr unter Allgemein

Jetzt habe ich meinen Job als Versicherungsdetektivin schon anderhalb Wochen, aber die Arbeit erscheint mir von Tag zu Tag langweiliger. Während ich an den ersten beiden Tagen noch aufregende Detektivarbeit leisten durfte (Details folgen noch, ich habs nicht vergessen!), besteht meine Hauptaufgabe derzeit nur noch aus langweiligem Papierkram. Ellenlange Formulare ausfüllen, „Akten“ anlegen, bearbeiten, ergänzen oder weiterreichen. Irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt.

Zum Glück habe ich eine Tätigkeit gefunden, die meinen Büroalltag etwas erträglicher macht: Das Tratschen. Wir Goblins traschen ja an sich ganz gerne, aber meine menschlichen Leidensgenossen aus der Verwaltung haben das Tratschen zu einer wahren Kunstform erhoben. Es kommt mir vor, als würden sie den ganzen Tag nichts anderes tun. Egal wann ich bei ihnen vorbeikomme: Immer sind sie gerade am Tratschen.

Mal übers Wetter, mal über Kollegen, Kunden, Nachbarn oder Familienmitglieder. Besonders interessant finde ich es aber, wenn sie über aktuelle Ereignisse reden. Letzte Woche haben sie sich zum Beispiel stundenlang darüber aufgeregt, dass sie unwissentlich Pferdefleisch gegessen haben. Verstehe ich nicht. Wie kann man denn bitteschön nicht wissen, woher das Fleisch kommt, das man isst? Und ganz abgesehen davon essen wir Goblins ganz gerne Pferdefleisch. Die Menschen sind manchmal wirklich merkwürdig.

Aber was solls: Tratschen macht Spaß. Jedenfalls mehr als dieser Papierkram, zu dem ich verdonnert wurde. Meine Chefin meint, es gäbe zur Zeit keine andere Aufgabe für mich, aber ich weiß nicht so recht. Meine Detektivkollegen sind ständig unterwegs und kaum mal im Büro anzutreffen. Im Gegensatz zu mir. Vielleicht sollte ich da mal nachhaken. Initiative zeigen und so. Aber andererseits bin ich ja noch neu, da will ich auch nicht gleich unangenehm auffallen. Also halte ich mich wohl besser noch ein bisschen zurück. *seufz*

Aber ehrlich: Wenn ich diese öde Tätigkeit noch lange ausführen muss, dreh ich noch durch und mach aus den ganzen Akten und Formularen Papierflieger.

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Story-Update

16. Februar 2013 um 10:02 Uhr unter Update

Story 15 veröffentlicht: Fallen

Schnee

15. Februar 2013 um 08:09 Uhr unter Allgemein

Es schneit. Mal wieder. Als ob es diesen Winter nicht schon genug Schnee gegeben hätte. Aber andererseits… Irgendwie gefällt es mir.

Ja, ich weiß, ich habe lauthals über die elende Kälte geschimpft, und das ist noch gar nicht lange her. Aber die Kälte mag ich ja auch nicht, nur den Schnee. Schade, dass das eine ohne das andere nicht geht *seufz*

Na das trifft wohl auch auf andere Dinge zu. Aber ich habe jetzt leider keine Zeit, darüber nachzudenken, denn ich muss zur Arbeit. Die seit gestern übrigens viel langweiliger ist: Ich soll Hinweise suchen und muss dafür Berge an Papieren („Akten“) welzen. Ob sie mich mit dem aufregenden ersten Fall nur geködert haben? Na was solls.

Also auf in den Schnee, den Weg zur Arbeit genießen, die hübschen strahlend-weißen Straßen, Felder, Bäume und Sträucher bewundern. Und dann auf in den Kampf, auf in den Papierkrieg!

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So eine Frechheit!

13. Februar 2013 um 02:09 Uhr unter Allgemein

Also diese Menschen, die spinnen doch!

Da reiß ich mir zwei Tage lang fast ein Bein aus, um ihre komische Strohpuppe (genannt „Nubbel“) zu finden – und dann verbrennen sie die einfach! Also das ist doch wohl nicht zu glauben!

Diese Menschen und ihre merkwürdigen Bräuche. Ja, das Feiern war ja ganz lustig, aber trotzdem: bodenlose Unverschämtheit! Zünden sie das Ding einfach an und lachen dann auch noch schadenfroh. Der nächste Menschenbrauch kann mir aber gestohlen bleiben!

So, ich geh jetzt ins Bett und schmolle. Wenigstens muss ich morgen – äh: heute nicht arbeiten.
Gute Nacht.

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Erfolg im Karneval

12. Februar 2013 um 19:49 Uhr unter Allgemein

Helaaf!

Oder was auch immer die Menschen da Merkwürdiges rufen. Ich bin jedenfalls noch völlig durch den Wind von der vielen Feierei, und dabei hätte ich doch Ermitteln sollen. Aber was soll ich sagen? Ich bin trotzdem fündig geworden. Und den Dieb habe ich auch noch auf frischer Tat ertappt, als Bonus sozusagen. Der muss jetzt einiges erklären.

Dabei war das gar nicht so leicht, und lange Zeit sah es sogar richtig schlecht aus. Erst zu viele und dann gar keine Verdächtigen, kein Motiv und viele Gelegenheiten. Eine echte Katastrophe! Und am Anfang hatte ich auch noch echte Schwierigkeiten zu verstehen, was da überhaupt gestohlen wurde. Eigentlich war es nur eine Strohpuppe, die echte Menschenkleidung trug und für die Feiernden eine ganz besondere Bedeutung haben muss. Sie nennen das Ding „Nubbel“. Ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht, warum man so etwas baut und wofür sie die Puppr heute Abend so unbedingt brauchen. Aber das bekomme ich ja vielleicht noch mit.

Wo ich dauernd vom Feiern rede: Habe ich erwähnt, dass Herr Forster (der ungeheuer wichtige Kunde meiner Chefin) Vorsitzender eines Karneval-Vereins ist? Bei denen ist zur Zeit richtig was los! Überall bunte Hüte, komische Verkleidungen (als Goblin falle ich hier gar nicht auf) und lustige Reden. Leider soll Morgen schon wieder alles vorbei sein…

Aber so lange feiere ich noch mit! Und das kann ich mir locker leisten, denn meine Chefin war von meinem Erfolg so beeindruckt, dass sie mir für morgen frei gegeben hat. Ha! Nun heißt es also feiern bis zum Morgengrauen! Da werde ich diesen Menschen mal zeigen, wie eine echte Goblin feiert!

PS: Nähere Details zum Fall gibts später, Feiern geht vor.

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Der erste Tag

11. Februar 2013 um 19:18 Uhr unter Allgemein

Uff. Mein erster Tag war ganz schön anstrengend. Man war da was los! Doch der Reihe nach:

Der Freitag war noch recht entspannt. Nachdem ich haufenweise Papiere lesen und unterschreiben musste, hat mich meine neue Chefin (ihr Name ist Cynthia) überall herumgeführt und mir meine neuen Kollegen vorgestellt. Ich war ganz schön beeindruckt, wie viele Leute da arbeiten. Und die machen alle so viele unterschiedliche Sachen! Vom Pförtner über verschiedene Sekräterinnen bis hin zu den ernst blickenden Leuten in merkwürdig steifer Kleidung. Synthia nannte sie „Anwälte“. Anscheinend haben sie einen sehr wichtige Aufgabe innerhalb der Versicherung, und ich werde wohl oft mit ihnen zusammenarbeiten.

Sie waren alle freundlich zu mir, aber ein bisschen einsam fühlte ich mich schon. Schließlich waren das alles Menschen und ich die einzige Goblin. Synthia versicherte mir zwar, dass das kein Problem wäre, aber ich weiß ja nicht. Immerhin sollen irgendwo in der Personal- und Rechnungsabteilung noch ein paar Feen herumschwirren, dann bin ich zumindest nicht die Kleinste.

Nach dem Rundgang hatte ich Kopfschmerzen von den vielen neuen Namen, was Synthia wohl mitbekommen hat. Zumindest meinte sie, ich könne jetzt gehen. Angeblich würde es Unglück bringen, an einem Freitag anzufangen, und ich solle doch lieber noch das Wochenende genießen und am Montag frisch und ausgeruht beginnen. Dabei hat sie ganz merkwürdig mit den Augen gezwinkert, sicher ein alter Menschenbrauch.

Ich habe die Zeit jedenfalls genutzt und mich tiefer in die Versicherungsthematik eingelesen. Es scheint so etwas ähnliches wie ein Wettbüro zu sein. Die Versicherung wettet, dass ein bestimmter Gegenstand, zum Beispiel Schmuck oder ein wertvolle Gemälde, nicht geklaut werden kann, ohne dass der Dieb erwischt wird. Und wenn doch, zahlt die Versicherung dem Versicherten einen Haufen Geld.

Kommt mir ziemlich logisch vor, dass da alle Nase lang jemand versucht, die Versicherung zu betrügen. Wer würde denn nicht gerne einen Haufen Geld haben? Und an genau dieser Stelle komme ich ins Spiel: Ich soll die Diebstähle untersuchen. Wer was gestohlen hat, ist der Versicherung dabei anscheinend völlig egal. Hauptsache ist, ich bringe das gestohlene Gut zurück. In dem Fall muss die Versicherung nämlich nichts bezahlen. Ziemlich clever, finde ich. Nun kann ich völlig legal Dinge zurücklauen, und werde dafür sogar noch bezahlt.

Soo.

Nun habe ich schon soviel geschrieben und bin noch gar nicht zu heute gekommen. Hmpf. Nagut, ich fasse mich kurz:

Ich bin heute extra früh aufgestanden, um früh dazusein und bei meinem ersten Auftrag richtig Eindruck zu schinden. Aber als ich ankam, war dort schon die Hölle los: Alle rannten hektisch durcheinander, Telefone klingelten überall gleichzeitig und niemand konnte mir sagen, was das alles soll.

Schließlich nahm mich meine Chefin beiseite und erklärte mir in knappen Worten, dass Herr Forster, ein sehr wichtiger Kunde der Versicherung, alle aufgescheucht hatte, weil ihm etwas gestohlen worden war, dass er dringend zurückhaben musste. Genauer gesagt: Bis morgen Abend. Die Polizei war zwar verständigt, aber er bestand darauf, dass wir auch ermitteln müssten. Und da Cynthia auf die Schnelle keinen anderen Detektiv finden konnte, den sie für zwei Tage von seinen anderen Fällen loseisen konnte, bleib das Ganze an mir hängen. Also musste ich mich an meinem ersten Arbeitstag mit Herrn Forster, der Polizei und jeder Menge weiterer Menschen herumschlagen, Spuren suchen und Beweise sichern.

Ich kann euch sagen: Ich bin fix und fertig.

Gefunden habe ich leider gar nichts. Und auch noch keine Idee, wie ich das Ruder morgen herumreißen soll. Hoffentlich finde ich wenigstens noch eine heiße Spur. Wenn ich Cynthia morgen Abend sagen muss, dass ich unseren wichtigen Kunden enttäuschen musste, wirft sie mich vielleicht wieder raus. Oh man – was für ein Tag!

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Story-Update

10. Februar 2013 um 19:03 Uhr unter Update

Story 14 veröffentlicht: Rehjagd

Ein Job für Gertrud

7. Februar 2013 um 15:08 Uhr unter Allgemein

Juchu! Endlich habe ich einen Job! Und einen richtig tollen noch dazu! Glaube ich jedenfalls. Ich muss jetzt erstmal recherchieren (oder wie die Menschen sagen: wikipedieren), was das genau ist. Denn Kaufhausdetektivin bin ich nicht geworden, doch – der Reihe nach:

Wie ich ja gestern erwähnt habe, hatte ich heute einen Vorstellungstermin beim Kaufhaussicherheitsdienst. Und obwohl das nicht mein erstes Vorstellungsgespräch war, war ich mächtig aufgeregt. Das Kaufhaus war ja sooo groß! Und die vielen Menschen überall!

Nur dieser Mensch, mit dem ich reden musste, der war ganz und gar nicht großartig. Hat mich die ganze Zeit komisch angesehen. Ich glaube, er hat was gegen Goblins. Jedenfalls war er mir gegenüber steif, wortkarg und unglaublich pingelig. Was der alles wissen wollte…!

Warum ich diesen Job haben wolle? Weil ich wirklich gut schleichen kann, mich beim Thema Diebstahl gut auskenne und dringend Geld brauche.
Was ich bisher so gemacht habe? Erfahrungen in Sachen Diebstahl gesammelt. (Ja ich gebe zu, auf die ersten beiden Fragen hatte ich mich vorbereitet.)
Ob ich schon mal mit dem Gesetz in Konflinkt geraten sei? Nein. (Ich wurde schließlich nie erwischt.)
Was ich für Erwartungen an mein Gehalt habe? Na das soll natürlich leistungsgerecht sein (und ich leiste eine Menge).
Wie ich vorgehen würde, wenn ich einen Dieb erwische und er wegrennt? Hinterher rennen.
Und wenn er schneller ist? Schneller rennen.
Und wenn er noch schneller ist? Ihm ein Messer ins Bein werfen, dann rennt er langsamer.

An der Stelle brach er unser Gespräch plötzlich ab. Einfach so, ohne noch ein Wort zu sagen. Wirklich unhöflich, dieser Mensch. Ich weiß immer noch nicht, was ich falsch gemacht habe. Vielleicht waren meine Gehaltsvorstellungen zu hoch?

Naja, wie dem auch sei. Als ich grübelnd und (Dank der erneuten Absage) leicht mürrisch dort herauskam, bin ich ganz zufällig mit dieser wirklich netten, sympatischen Menschenfrau zusammengestoßen. Ich habe mich entschuldigt, weil ich so in Gedanken war, sie hat sich entschuldigt, weil sie nur auf ihr mobiles Telefon gestarrt hatte, und so kamen wir ins Gespräch.

Ich erzählte ihr, dass ich auf Jobsuche bin, mich grade erfolglos als Kaufhausdetektivin beworben hatte und dass ich dafür doch eigentlich wirklich gut geeignet wäre. Und was sagt sie? „Detektiv? Oh ja, das passt! Aber doch nicht hier, in diesem kleinen, schäbigen Kaufhaus!“ Also da war ich platt. Mir war das Kaufhaus doch so groß und luxuriös erschienen.

Aber sie redete munter weiter und es stellte sich heraus, dass sie bei einer „Versicherung“ arbeitet, die derzeit unter „Personalmangel“ leidet und händeringend nach „qualifizierten Versicherungsdetektiven“ sucht. Also zugegeben, ich hab da mindestens die Hälfte nicht verstanden, aber für mich hörte sich das trotzdem gut an.

Und weil sie wirklich nett war, ehrlich wirkte und sie mir dieses tolle Jonangebot gemacht hat, ohne mich auch nur einmal komisch anzusehen, habe ich auf der Stelle zugesagt. Morgen soll ich zu ihr ins Büro kommen, um „die Formalitäten zu klären“, aber sie meinte, dass ich gleich nächste Woche anfangen kann.

Also von mir aus kann es losgehen. Ich bin davon überzeugt, dass ich eine super Versicherungsdetektivin sein werde.
Was auch immer das ist.

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