Story-Update

27. April 2013 um 14:05 Uhr unter Update

Story 24 veröffentlicht: Der Auftrag der Wächterin

Steuern

25. April 2013 um 18:53 Uhr unter Allgemein

In den letzten Tagen scheint die Menschen das Thema Steuern sehr zu beschäftigen. Angeblich hat irgendein bekannter, ehemaliger Sportler einige seiner Einnahmen dem Staat verschwiegen und dadurch zu wenig Steuern gezahlt. Das gibt mir natürlich zu denken.

Zum einen ist das Konzept von „Steuern für den Staat“ noch neu für mich. Wir Goblins haben ja keinen Staat, sondern nur Clans. Und die Clans machen ihre Überfälle meist gemeinsam, und dann wird die Beute unter den Beteiligten aufgeteilt. Und natürlich bekommt die Kween (unser Clanoberhaupt) ihren Anteil. Hmm. Vielleicht ist der Anteil für die Kween ja so etwas ähnliches wie eine Steuer.
Andererseits ist es aber ihr persönlicher Anteil und sie gibt ihn auch nur für sich selbst aus. Wohingegen der Staat der Menschen auch andere Dinge macht. Zum Beispiel baut er Schulen und bezahlt Lehrer, zu denen die Menschen ihre Kinder schicken können. Kostenlos. Bei uns Goblins ist das anders, da müssen die Eltern die Lehrer ihrer Kinder selbst bezahlen. Und wer es sich nicht leisten kann, muss seine Kinder halt selber unterrichten.

Zum anderen überlege ich mir aber auch, was das für mich persönlich bedeutet. Ich arbeite ja jetzt ganz offiziell, und da werden mir auch automatisch Steuern von meinem Lohn abgezogen. Zuerst war ich darüber nicht gerade begeistert, schließlich wollte ich das Geld für diese ultraschicken (aber viel zu teuren) Schuhe ausgeben. Aber jetzt denke ich, dass das vielleicht so besser ist. Wenn die Menschen bei einem bekannten und beliebten Sportler schon so einen Aufstand machen, was würden sie dann erst zu einer unbekannten Goblin sagen?

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Trainingserfolg

23. April 2013 um 07:05 Uhr unter Max

So, Teil zwei von Max‘ Schleichtraining ist geschafft. Ich will nicht behaupten, dass ich ihm alles beigebracht habe, was ich weiß, aber die Grundlagen kennt er jetzt. Und das heißt, dass weiteres Training nicht mehr bringt: Er muss erstmal das üben, was er kennt. Und vor allem braucht er Erfahrung.

Also habe ich ihn gesagt, er müsse eine Weile ohne mich weitermachen. Dabei muss er natürlich extrem vorsichtig sein, denn die meisten Menschen mögen es nicht, wenn jemand irgendwo herumschleicht. Also darf er sich nicht erwischen lassen. Und falls er doch erwischt wird, dann darf er auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen meinen Namen erwähnen. Das hab ich ihm mehrfach eingeschärft. Denn das fehlte mir gerade noch, dass mich so ein kleiner Menschenjunge in Schwierigkeiten bringt.

Und im selben Atemzug habe ich ihm dann auch deutlich gesagt, dass er in den nächsten Wochen hier nicht mehr auftauchen soll. Solange ihm die nötige Routine und Erfahrung fehlt, kann ich ihm ohnehin nichts mehr beibringen.
Hoffentlich hält er sich daran. Ich brauche dringend ein erholsames Wochenende.

[Update am 28.4.] Max hat sich anscheinend daran gehalten. Jedenfalls ist er nicht hier gewesen. Ob er woanders übt, weiß ich natürlich nicht, aber das ist mir auch egal. Ich genieße erstmal weiter die Ruhe.

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Story-Update

20. April 2013 um 08:47 Uhr unter Update

Story 23 veröffentlicht: Siggi

Max will mehr

19. April 2013 um 17:19 Uhr unter Max

Max stand gerade wieder vor meiner Tür. Hat höflich geklopft und gefragt, ob es denn dieses Wochenende weiter geht mit seinem Schleichtraining. Das hat mich ziemlich überrascht. So erledigt, wie ich ihn letzten Sonntag Abend nach Hause geschickt habe, hätte ich nicht erwartet, dass er sich hier nochmal blicken lässt. Aber er scheint sich gut erholt zu haben (die Menschen fordern ihre Kinder in der Schule wohl zu wenig) und ist bereit, ein weiteres Trainingswochenende zu riskieren.

Naja, was soll ich sagen? Er hat mir so geschmeichelt, dass ich doch eine so tolle Lehrerin sei, dass ich spontan zugesagt habe. Und er war auch total glücklich, als er davonzog um „schnell seine Hausaufgaben zu machen“. Verstehe ich nicht. Ob ihm das Training wirklich so viel Spaß gemacht hat? Zugegeben, ich fand mein Schleichtraining auch recht spannend (viel besser als die ewig langweiligen Mathematik-Stunden), aber ich war ja auch richtig gut darin. Meine Lehrer meinten immer, es wäre ein angeborenes Talent.
Aber Max hat nichts dergleichen. Er wird sich seine Schleichkunst hart erarbeiten müssen, wie die meisten anderen auch. Und als Mensch ist das sicher doppelt so schwer.

Na wie dem auch sei. Ich muss mir jetzt erstmal überlegen, was ich ihm dieses Wochenende beibringen soll. Ob sich andere Lehrer da auch so viel Gedanken machen müssen? Als Schüler sah das immer viel einfacher aus. Fast wünschte ich, ich hätte sie ein bisschen weniger geärgert.
Fast.

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Schleichtraining

15. April 2013 um 19:13 Uhr unter Max

Uff. Bin ich vielleicht müde. Aber es war ja auch ein anstrengender Tag. Und das Wochenende war auch nicht so erholsam wie sonst…

Ich hatte euch ja erzählt, dass ich mich großzügig bereiterklärt habe, einem kleinen Menschenjungen namens Max das Schleichen beizubringen. Und das habe ich auch getan. Naja, zumindest die Grundlagen.

Ich hatte mir fest vorgenommen, ihn ordentlich hart arbeiten zu lassen und dabei selbst möglichst weninig zu tun. Aber trotzdem kam ich doch nicht umhin, ihm hin und wieder etwas zu erklären, die verschiedenen Bewegungen vorzumachen oder seine Haltung zu korrigieren. Zum Glück hat er sich bei seinem Training nicht so blöd angestellt, wie ich befürchtet hatte, aber etwas anstrengend war es trotzdem. Also für mich. Er war danach fix und alle. Tja, soll er sich in der Schule erholen.

Immerhin bin ich ihn nun los und kann mich wieder voll auf meine berufliche Laufbahn als Versicherungsdetektivin konzentrieren.

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13. April 2013 um 08:38 Uhr unter Update

Story 22 veröffentlicht: Rache

Kapitulation

12. April 2013 um 19:40 Uhr unter Max

Ja Ok, ich gebe es zu: Max hat gewonnen.

Nachdem er nun auch diese Woche jeden Abend vor meiner Tür aufgetaucht ist und mich mit seinen kugelrunden Kinderaugen bettelnd angesehen hat, habe ich mich erweichen lassen und versprochen, ihm ein paar Tricks beizubringen.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, ihn zu warnen. Denn ich werde es ihm nicht leicht machen. Im Gegenteil: Ich werde es ihm so schwer machen, dass ich sicher bin, dass er spätestens morgen Abend aufgeben wird. Und wenn das doch nicht reicht, gebe ich ihm am Sonntag den Rest.

Der wird es noch bitter bereuen, mich als Lehrerin ausgewählt zu haben!

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Verfolgt

8. April 2013 um 18:08 Uhr unter Max

Ich werde neuerdings verfolgt. Genauer gesagt: seit letzter Woche. Aber nicht etwa von einem Dieb, der mich ausrauben will, oder einem anderen Detektiv, der mir meine Ermittlungen kaputt machen will. Oh nein! Nein, ich werde von einem nervigen kleinen Jungen verfolgt. Er heißt Max, ist siebeneinhalb Jahre alt und hat sich in den Kopf gesetzt, dass ich ihm das Schleichen beibringen müsse. Das habe ich natürlich sofort laut lachend abgelehnt, aber er hat sich als unerwartet hartnäckig herausgestellt.

Auf mich aufmerksam wurde er wohl durch den kleinen Scherz, den ich mir über Ostern erlaubt habe. Ich hatte natürlich darauf geachtet, dass mich die fragliche Familie nicht erwischt, aber an einen weiteren Beobachter habe ich einfach nicht gedacht und ihn dabei prompt übersehen. Naja, mein Fehler. So schnell passiert mir das nicht nochmal.

Natürlich bin ich ihm letzte Woche immer wieder entwischt, trotz aller Widrigkeiten. Was? Ihr glaubt, es wäre einfach, einen kleinen Jungen abzuhängen? Ja, das dachte ich auch. Aber ich musste überrascht feststellen, dass das enttäuschte Gesicht eines süßen kleinen Menschenkindes ausreicht, um selbst den hartgesottensten Busfahrer dazu zu erweichen, anzuhalten und ihn doch noch mitzunehmen. Also für mich hat das noch nie einer gemacht.
Und ja, ich fahre Bus. Es gibt einfach kein Auto in meiner Größe, was ich übrigens als extrem diskriminierend empfinde. Aber zurück zum Thema.

Also dieser Max verfolgt micht. Letzte Woche habe ich ihn mehrfach zur Rede gestellt, aber er hat behauptet, er hätte Schulferien und daher nichts Besseres zu tun. Ich habe mich dann erkundigt und herausgefunden, dass das stimmt. Aber zum Glück sind die Ferien nun vorbei, und ich ihn los.

Dachte ich jedenfalls heute morgen.

Bis ich ihn vor meiner Tür herumlungern sah.

Das hat meine Laune dann spürbar nach unten gezogen, und ich habe ihn angeschrieen, dass ich einen Schulschwänzer niemals und unter keinen Umständen unterrichten werde. Das hat gereicht, um ihn loszuwerden, aber gerade eben war er schon wieder da. Ich habe ihn zwar erneut weggeschickt (er solle „Hausaufgaben machen“ und „für die Schule lernen“ – vielen Dank nochmal an meine nette Kollegin Sandra für diesen Tipp), aber langsam bekomme ich Zweifel, wer von uns beiden länger durchhält. *seufz*

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Story-Update

6. April 2013 um 09:49 Uhr unter Update

Story 21 veröffentlicht: Eselraub