Musik liegt in der Luft

29. Mai 2013 um 17:46 Uhr unter Allgemein

Die Menschen machen ja wirklich viel Musik. Das hätte ich nie gedacht, als ich vor einigen Monaten hierher gezogen bin. Da trifft man auf Menschen, die einfach in der Fußgängerzone sitzen und singen, in den Kaufhäusern läuft überall leise Musik, und in den Kneipen treten jeden Abend lokale Musikgruppen auf, die die Gäste unterhalten.

Und damit nicht genug! Nein, es gibt wahrhaft tausende von Musikrichtungen, die an verschiedenen Orten aufgeführt werden und sich großer Beliebtheit erfreuen. Und gespielt wird sie wirklich überall: von speziellen Häusern über große Arenen bis hin zu riesigen, offenen Plätzen.

Besonders beeindruckt hat mich ja die Musik, die die Menschen „klassisch“ nennen. Dort spielen unglaublich viele Menschen ganz unterschiedliche Musikinstrumente und erzeugen damit unglaublich schöne und angenehme Melodien. Die Menschen nennen diese Musikgruppen „Orchester“ und ich muss zugeben, dass ich etwas neidisch bin.
Wir Goblins sind ja auch nicht unmusikalisch, ganz im Gegenteil. Wenn wir feiern, dass auch immer mit viel Musik, Tanz und Gesang. Aber um ein Musikinstrument wirklich gut spielen zu können, muss man lange üben, und daher können das leider nur wenige Goblins. Ein ganzes Orchester würden wir wohl nie zusammenbekommen.

Und als wäre das noch nicht genug Musik, habe ich nun von meiner Kollegin Sandra erfahren, dass es sogar Kneipen gibt, die sich auf etwas spezialisiert haben, was sich „Karaoke“ nennt. Dabei kann anscheinend jeder auf die Bühne treten und bekannte Lieder singen. Also ich finde, das hört sich wirklich klasse an! Und deshalb habe ich mich spontan für nächstes Wochenende mit Sandra in einer dieser Karaoke-Kneipen verabredet. Jetzt brauch ich nur noch ein hübsches Lied und dann werde ich den Menschen mal zeigen, wie schön eine Goblin singen kann!

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Story-Update

25. Mai 2013 um 17:11 Uhr unter Update

Story 28 veröffentlicht: Wetteinsatz

Im Lichtspieltheater

22. Mai 2013 um 20:45 Uhr unter Allgemein

Ich mache mir ja eigentlich nichts aus Filmen. Aber nachdem ich ja nun offiziell auf der Suche nach einem Hobby bin und mir schon mehrere Menschen glaubhaft versichert haben, dass ein Besuch im Lichtspieltheater (sie nennen es „Kino“) etwas gaaanz anderes sei als ein Film im Fernsehen, da dachte ich, ich versuche es einfach mal.

Also habe ich mir einen Film empfehlen lassen und mich ins Abentuer gestürzt. Ich kaufte mir eine Karte und etwas Verpflegung (dieses „Popcorn“ war wirklich lecker!) und setzte mich auf meinen Platz. Doch als sich der Saal mehr und mehr füllte, musste ich leider feststellen, dass ich mal wieder zu klein bin: Die großen Menschen vor mir versperrten mir komplett die Sicht.

Grauenhafte Visionen von Kinderkinosälen schwirrten mir durch den Kopf und mahnten mich zur Vorsicht, doch da ich leider wirklich gar nichts sehen konnte, beschwerte ich mich schließlich trotzdem beim Personal. Und ich hatte Glück: Nach einigem hin und her (es gibt anscheinend gar keinen speziellen Kinderkinosaal) gab man mir mehrere dicke Kissen und einen Platz in der letzten Reihe.

Und das war wirklich super!

Ich thronte hoch oben auf meinem Kissenstapel, hatte eine prima Aussicht und konnte den Film voll genießen. Er hieß übrigens „Sternenreise ins Dunkel„, war dann aber leider nicht ganz so spannend, wie ich aufgrund des Titels gedacht hatte. Ehrlich gesagt fand ich ihn ziemlich verwirrend. Komische Namen, merkwürdige Wesen, von denen ich noch nie gehört habe (Menschen mit spitzen Ohren!), und jede Menge Menschentechnologie, die ich nicht kannte. Von der Handlung habe ich leider kaum etwas mitbekommen, aber beeindruckend war es trotzdem. Es wirkte alles so echt! Ob es wirklich nur gespielt war? Diesen Drehort im Weltall würde ich jedenfalls gerne mal besuchen.

Unterm Strich war der Besuch ganz nett (das Popcorn war lecker), aber ob ich weiß nicht, ob ich das wirklich zu meinem Hobby machen soll. Ich denke, ich sollte mich erstmal nach weiteren Alternativen umsehen. Also wenn euch was einfällt: Immer her damit!

PS: Ich war am Wochenende fleißig und habe ein paar Sachen über mich, diese Seite und den ganzen Rest zusammengetragen. Das Ergebnis findet ihr unter dem Menüpunkt Mehr über Gertrud.

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Umgekegelt

19. Mai 2013 um 16:01 Uhr unter Allgemein

Ich hatte ja letztens erwähnt, dass mich meine liebe Kollegin Sandra zum Kegeln überredet hatte. Und gestern Nachmittag war es dann so weit: Ich traf mich mit ihr und gemeinsam fuhren wir zu einer Kegelbahn. Jedenfalls nannte Sandra sie so. Über der Tür des Gebäudes stand ganz groß „Bowlingcenter“. Aber Sandra meinte nur, das wäre das Gleiche und ich solle mir da nicht so viele Gedanken machen.

Aber egal ob nun Kegel oder Bowling: Drinnen war es richtig schick. Alles funkelte und glänzte wie frisch poliert. Und dass sie da großen Wert auf Sauberkeit legen, zeigte sich auch dadurch, dass ich gleich im Eingangsbereich meine Schuhe ausziehen musste. Ich bekam dann spezielle Kegelschuhe, die ein junger Mann extra für mich aus der Kinderabteilung holen musste.
Ehrlich gesagt nerven mich diese ständigen „Extrawürste“ (den Ausdruck hab ich von Sandra). Immer muss ich alles in Menschenkindergröße verlangen, weil es nichts in Goblingröße gibt. Kleidung, Autos, Tische, Stühle, Teetassen. Und nun auch noch Kegelschuhe. Hmpf.

Naja. Ich hab versucht, mir nichts anmerken zu lassen, habe ein (falsches) fröhliches Lächeln aufgesetzt und Sandra aufmerksam zugehört, als sie mir erklärt hat, wie ich die Kugel halten soll, welche Schritte beim Anlauf wichtig sind und wann der richtige Zeitpunkt zum Loslassen der Kugel gekommen ist. Sie hat das natürlich gleich demonstriert und die Kegel (oder auch „Pins“) ordentlich abgeräumt.

Bei mir lief es leider nicht so gut. Zuerst waren mir die Bälle zu schwer und die Fingerlöcher zu groß bzw. zu weit auseinander. Und als dann der nette junge Mann vom Empfang die Kinderbälle für mich herausgesucht hat, war ich zu deprimiert, um noch richtig zielen zu können.

Am Ende musste ich Sandra leider sagen, dass Kegeln nichts für mich ist. Ich hoffe, ich habe sie nicht zu sehr enttäuscht. Die netten Gespräche in der Mittagspause würde ich bestimmt vermissen.

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18. Mai 2013 um 18:16 Uhr unter Update

Story 27 veröffentlicht: Allein auf der Jagd

Ein Hobby für Gertrud

16. Mai 2013 um 16:44 Uhr unter Allgemein

Ich brauche dringend ein Hobby. Das ist jedenfalls die Meinung meiner Kollegin. Sie heißt Sandra, arbeitet in der Verwaltung und ich treffe sie regelmäßig in der Mittagspause zum Tratschen. Das macht richtig Spaß, muss ich sagen. Also das Tratschen mit ihr. Aber nun hat sie sich in den Kopf gesetzt, dass ich ein Hobby brauche. „Dein Leben kann doch nicht nur aus Arbeit und Schlafen bestehen“, sagte sie, als ob das was Schlimmes wäre. Für mich ist das ganz normal. Na, ist wohl mal wieder so ein Mensch-Goblin-Kultur-Unterschied.

Aber was soll’s. Da ich ja nun unter den Menschen lebe und die Menschen anscheinend alle ein Hobby haben, möchte ich es nun auch versuchen. Also habe ich mir von Sandra erklären lassen, was ein Hobby denn überhaupt ist. Vollständig verstanden habe ich es ehrlich gesagt nicht, aber es ist wohl eine Tätigkeit, die man nur deswegen ausübt, weil sie Spaß macht. Spaß klingt gut, da bin ich dabei. Nur welches Hobby ist das Richtige für mich?

Einige Hobbys, die unter den Menschen weit verbreitet sind, konnte ich bereits ausschließen. So werde ich definitiv nicht zu hause herumhocken und fernsehen oder am Computer herumspielen. Das ist mir viel zu langweilig. Einen Fernseher habe ich nicht einmal, und meinen schicken Laptop benutze ich nur zum Recherchieren. (Und für diesen Blog natürlich. Zählt der eigentlich auch als Hobby?)

Auf jeden Fall möchte ich jetzt mal verschiedene Dinge ausprobieren. Einfach nur so zum Spaß. Fahrradfahren zum Beispiel. Das klingt toll. Vielleicht müsste ich dann auch endlich nicht mehr mit dem Bus fahren. Aber wenn ich es jeden Tag mache, ist es dann noch ein Hobby? Keine Ahnung. Außerdem bräuchte ich dafür natürlich noch ein Fahrrad. Hoffentlich wird das nicht genauso schwierig wie die Geschichte mit dem Auto in Goblingröße.

Am Wochenende werde ich jetzt aber erstmal ein anderes Hobby ausprobieren, das bei den Menschen sehr beliebt ist. Sandra nennt es „Kegeln“. Ich habe noch nie davon gehört, also werde ich das jetzt erstmal wikipedieren. Vielleicht macht es ja tatsächlich Spaß. Ich schreibe euch nächste Woche, wie es gelaufen ist.

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11. Mai 2013 um 18:24 Uhr unter Update

Story 26 veröffentlicht: Die Wette

Badetag am See

9. Mai 2013 um 18:58 Uhr unter Allgemein

Komme gerade zurück vom See. Und ja: es war traumhaft schön! Morgens sah das Wetter zwar noch nicht ganz so toll aus (es war etwas bewölkt), aber dann verzogen sich die Wolken und die Sonne lachte nur für Gertrud. Und genau so muss das auch sein!

Also Badeanzug angezogen und ab in den See. Mein Badeanzug ist übrigens neu und wirklich schick: blassblau mit ganz vielen bunten Blümchen darauf. Ich bin echt stolz auf mich, dass ich den gefunden habe (als Goblin muss ich ja immer in der Kinderabteilung Kleidung kaufen).

Wo war ich? Ach ja: Ich bin dann sofort ins Wasser gegangen, und da hatte ich wirklich viel Platz: Ich konnte in aller Ruhe Schwimmen, Plantschen, Tauchen und Faul-Auf-Dem-Rücken-Liegen. Die Menschen blieben überwiegend am Strand. Ich vermute, das Wasser war ihnen noch zu kalt. Aber wir Goblins sind da halt nicht so empfindlich, ich fand es jedenfalls recht angenehm.

Einziger Wermutstropfen war, dass mich die Menschen die ganze Zeit so komisch angestarrt haben. Naja, nicht alle, aber doch ganz schön viele. Als hätten sie noch nie eine Goblin im Badeanzug gesehn. Ich meine: Wir Nicht-Menschen sind in den Menschenstädten natürlich in der Unterzahl, aber sooo selten sind wir ja nun auch wieder nicht.

Na, wie dem auch sei: Der Tag am Badesee war wirklich großartig! Und das beste ist: Ich muss nur noch einmal arbeiten, dann ist schon wieder Wochenende! Ich glaube, so langsam gewöne ich mich an die Menschenfeiertage.

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Feiertage

8. Mai 2013 um 08:26 Uhr unter Allgemein

Morgen ist ein Feiertag. Schon wieder. Also nicht, dass mich der freie Tag stören würde. Nein nein, das nicht! Ich meine: Wer freut sich nicht darüber, wenn er mal frei hat? Aber mir fällt halt schon auf, dass die Menschen ganz schön oft feiern. Und sie haben immer so merkwürdige Gründe. Erst letzte Woche feierten sie den „Tag der Arbeit“. Indem sie nicht arbeiteten. Ganz schön paradox, wenn ihr mich fragt.

Und morgen ist also nun – je nach dem, wen man fragt – „Vatertag“, „Männertag“, „Herrentag“ oder „Christi Himmelfahrt“. Letzteres hat wohl eine religiöse Komponente (hat irgendwas mit Ostern zu tun), während die anderen eher weltlicher Natur sind. Eine Kollegin von mir beschrieb das mit „da feiern die Männer sich selbst“. Kommt mir sehr passend vor, diese Beschreibung. Trotzdem haben wir Frauen auch frei, was jetzt schon wieder etwas verwirrend ist. Ich frage mich, wann wohl der „Frauentag“ gefeiert wird und ob die Männer dann ebenfalls frei haben.

Aber was solls: Ein freier Tag ist ein freier Tag. Der Grund kann mir ja egal sein. Und ich werde mein bestes tun, um ihn voll und ganz zu genießen. Und zur Abwechslung scheint das Wetter auch mal mitzuspielen: Es soll richtig schön warm werden mit viel Sonnenschein, echtes Badewetter eben. Apropro: Ich brauche unbedingt noch so einen schicken Badeanzug, und dann gehts morgen an den See – zum Gertrudbadetag.

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4. Mai 2013 um 15:46 Uhr unter Update

Story 25 veröffentlicht: Trollgeschichten