Wohnungsspecial Teil 1

29. Juni 2013 um 09:01 Uhr unter Update

Der erste Teil des Wohnungsspecials ist online, der zweite folgt nächste Woche.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen 🙂

Wie ich meine Wohnung fand

26. Juni 2013 um 17:33 Uhr unter Allgemein

Habe ich euch schon erzählt, was für eine unglaublich tolle Wohnung ich habe? Nicht? Na dann muss ich das aber unbedingt nachholen!

Denn das war nicht immer so. Zu Anfang, als ich vor etwa zehn Monaten hierher zog, war alles ganz anders. Ich fiel auf einen miesen, windigen Vermieter herein, der mir die „ideale Goblinwohnung“ versprach, mir dafür viel von meinem mühsam gesparten Geld abnahm und mich dann in eine winzige, zugige Bretterbude steckte. Strom, fließendes Wasser, Heizung – all das gab es dort nicht. Aber das fiel mir anfangs gar nicht auf, denn obwohl solche Annehmlichkeiten in Menschenwohnungen anscheinend üblich sind, gibt es sie in den meisten Goblinhütten noch nicht.

Was mir stattdessen auffiel, war der Gestank. Ich weiß ja nicht, welches Schwein vor mir dort gelebt hatte, aber es hätte mich keinesfalls überrascht, wenn es ein ganz echtes Schwein gewesen wäre. Ich verbrachte mehrere Tage mit dem Versuch, die Bretterbude halbwegs sauber zu bekommen, aber am Ende stand nur mein Entschluss, mir schnellstmöglich eine bessere Unterkunft zu besorgen.

Nur erwies sich das leider als gar nicht so leicht. Es gab zwar eine ganze Reihe von Wohnungsangeboten, doch die waren alle auf menschliche Bewohner zugeschnitten. An Goblins hatte anscheinend niemand gedacht, und die kalten, hohen Steinbauten der Menschen kamen mir nicht geheuer vor.

So vergingnen einige Wochen, die ich in der stinkenden Bretterbude verbringen musste, bis ich schließlich jemanden fand, der mir helfen wollte. Doch das ist eine längere Geschichte, die erzähle ich euch am Wochenende.

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Story-Update

22. Juni 2013 um 10:56 Uhr unter Update

Story 32 veröffentlicht: Der Schafshirte

Schwierige Frage

18. Juni 2013 um 16:18 Uhr unter Max

Puh. Na das war ja was! Diese kleinen Menschenkinder können eine gestandene Goblin mit ihren Fragen ganz schön in Bedrängnis bringen, das sag‘ ich euch. Ich denke, ich habe mich halbwegs galant aus der Affäre gezogen, doch – der Reihe nach.

Max kam am Samstag Nachmittag wie angekündigt zu mir. Zunächst redete er wieder um den heißen Brei herum. Was ich denn von den Feinheiten der Menschengesetze halten würde? Uff. Na da fragt er ja genau die Richtige. Aber meinen Einwand, dass ich als zugezogene Goblin vielleicht die falsche Ansprechpartnerin bin, wenn es um Menschengesetze geht, hat er einfach ignoriert. Hmpf. Na, da musste ich erstmal überlegen.

Als Goblin bin ich nach den Menschengesetzen ja eher eine Diebin. Demzufolge dürften mir die Menschengesetze eher nicht so sehr am Herzen liegen. Doch andererseits haben wir Goblins ja ebenfalls Regeln. Und nun, da ich unter den Menschen lebe, ziehe ich auch nicht mehr plündernd und raubend herum, sondern verdiene mein Geld mit ehrlicher Arbeit. Und wenn ich die Gehaltsabrechnung (und die Erklärung meiner Kollegin Sandra dazu) richtig verstanden habe, dann zahle ich sogar Steuern.
Noch dazu arbeite ich als Versicherungsdetektivin und stehe damit praktisch automatisch auf der strahlenden Seite des Gesetzes. Denn wenn das mal nicht so ist, dann kommen unsere Anwälte und schieben und ziehen und drehen und biegen das Gesetz so lange hin und her, bis es wieder passt. Jedenfalls kommt mir das so vor.

Nachdem ich mir das also selbst klar gemacht habe, habe ich mein Bestes gegeben und versucht, Max meine Sichtweise zu erklären. Nur das mit den Anwälten habe ich ihm nicht gesagt. Das verstehe ich ja selber nicht.

Max schien mit meiner Erklärung aber noch nicht so richtig zufrieden zu sein. Also fragte ich ihn, was genau er denn nun für ein Problem habe. Naja, meinte er, er habe in den letzten Wochen ja viel geübt und sei mittlerweile richtig gut geworden im Herumschleichen. Aber nun wollte er etwas Sinnvolles mit seiner Fähigkeit anfangen und wisse nicht genau, was. Insbesondere könne er durch sein Herumgeschleiche ja auch in Situationen kommen, die mit dem Gesetz in Konflikt stünden.

Tja. Da bin ich ja selber Schuld. Was frage ich auch danach. Jetzt war ich also mit Herumdrucksen dran. Letztendlich konnte ich ihm keine konkrete Antwort geben. Er müsse selber entscheiden, welche Dinge ihm wichtig seien, sagte ich. Also zum Beispiel viele Freunde, Sicherheit, Familie. Oder ein kurzes, aufregendes Leben mit viel Geld und dann eine lange Zeit hinter Gitter.
Das mit den Gittern hat ihm dann nicht so gut gefallen.

Na, als Goblin hatte ich es auch etwas einfacher. Nach meinen Raubzügen konnte ich mich immer in mein gut geschütztes Goblindorf zurückziehen. Und dort war ich sicher, denn wir Goblins bestehlen ja nur andere und nicht uns gegenseitig. Naja, zumindest nicht innerhalb des Clans. Und an die Clanregeln habe ich mich immer gehalten.

Das habe ich Max noch gesagt, und er schien mit der Antwort zufrieden zu sein und ist gegangen. Und ich habe den ganzen Rest des Wochenendes gefaulenzt. Ich finde, das habe ich mir redlich verdient.

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15. Juni 2013 um 09:10 Uhr unter Update

Story 31 veröffentlicht: Auf der Spur der Söldner

Neues von Max

14. Juni 2013 um 17:58 Uhr unter Max

Die Hochwasserlage hat sich beruhigt, die Sonne scheint wieder, und es sah ganz danach aus, als könnte ich mir mal wieder ein gemütliches Wochenende gönnen. Bis Max plötzlich vor meiner Tür auftauchte.

Erinnert ihr euch noch an Max? Er ist ein aufgeweckter Junge aus der Nachbarschaft, dem ich einige Zeit geopfert habe. Genauer gesagt habe ich ihm die Grundlagen des Schleichens beigebracht. Danach sollte er das Schleichen erstmal alleine üben und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört oder gesehen. Was nur natürlich ist, wenn er jetzt gut schleichen kann. Denn deswegen schleicht man ja überhaupt: Damit man nicht gesehen oder gehört wird. Also habe ich das als Lob für meine gute Ausbildung aufgefasst.

Doch heute morgen stand er wieder vor meiner Tür. Hat komisch herumgedruckst und meinte, er müsse mir eine wichtige Frage stellen. Aber welche, das wollte er mir nicht sagen. Sehr mysteriös. Na jedenfalls will er am Wochenende wiederkommen.

Hoffentlich will er nicht noch mehr zum Thema Schleichen wissen. Das Schleichtraining hat mich damals ganz schön mitgenommen, obwohl ich doch eigentlich die Lehrerin war und er der Schüler. Er war natürlich auch ziemlich geschafft und naja zugegeben: Ich bin nicht mehr so gut in Form wie früher. Ich sollte mal wieder trainieren. Nächste Woche vielleicht. Oder übernächste. Mal schaun. Aber nicht dieses Wochenende, nein nein. Da will ich mal so richtig entspannen.

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8. Juni 2013 um 16:17 Uhr unter Update

Story 30 veröffentlicht: Umzingelt

Land unter

5. Juni 2013 um 19:17 Uhr unter Allgemein

Große Flut im Menschenland. Gigantische Wassermassen überfluten Wiesen, Straßen, Felder, Dörfer und teilweise sogar ganze Städte. Unglaublich. Ehrlich: Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich es nicht glauben.

Um es gleich zu sagen: Nein, ich war und bin nicht direkt betroffen. Ich gehöre zu den Glücklichen, die etwas höher wohnen. Aber ich habe natürlich trotzdem geholfen und stundenlang Sandsäcke gefüllt. Puh, sage ich. Das ist anstrengender, als es aussieht. Aber letztendlich haben alle mit angepackt: Große Trolle schleppten schwere Sandsäcke, die kleine Feen mit Feenzauber befestigten, und feige Goblins arbeiteten Seite an Seite mit mutigen Menschen.

Ich hoffe nur, die Arbeit hat sich gelohnt. Bisher hält der Damm jedenfalls und unsere Innenstadt wurde noch nicht überflutet.

Und egal, ob der Damm nun durchhält oder nicht: Ich möchte mich auf jeden Fall noch einmal für die vielen Helfer aus den Nachbarstädten und -Dörfern bedanken. Über die riesige Hilfsbereitschaft habe ich mich sehr gefreut. Respekt dafür!

[Update 7.6.] Das Schlimmste ist überstanden, das Wasser befindet sich auf dem Rückmarsch. Der Hauptdamm hat gehalten, auch wenn zwei kleinere überflutet wurden. Nun gehts ans Aufräumen.

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Ein Song von Gertrud

2. Juni 2013 um 11:27 Uhr unter Allgemein

Wow!

Also ich bin noch ganz durch den Wind von gestern Abend. Ich war ja (wie angekündigt) mit Sandra und einigen anderen Kollegen in einer Karaoke-Kneipe. Und das war sowas von super!

Zugegeben, am Anfang war ich etwas nervös. Und daher habe ich mich auch erstmal zurückgehalten. Aber nachdem ich einige Auftritte von anderen Menschen gehört habe, nahm ich all meinen Mut zusammen und ging nach vorne.

Zur Abwechslung war meine geringe Größe mal kein Problem, weil die Bühne etwas erhöht war und ich das Mikrofon einfach in die Hand nehmen konnte. Für einen Moment kam die Nervosität zurück. Ich glaube, alle Augen richteten sich auf mich. Goblins scheinen da wohl nicht oft mitzumachen. Aber als die Musik einsetzte, irgnorierte ich all das und fing einfach an zu singen.

Als der Song zu Ende war, hielt ich gespannt die Luft an, aber dann erntete ich überraschenderweise so viel Applaus, dass ich als Zugabe noch eine eigene Textversion eines bekannten Liedes über „Jemanden wie dich“ zum besten gab. Als Refrain sang ich:

Versteck dich ruh’g du Depp, krieg‘ dich trotz-dem noch
Kannst mir sicher nicht entkomm‘, nie-ma-als!
Ich erwisch dich bestimmt, bin doch schnell wie der Wind
Und dann verhau ich dich, dass du das nie ver-gi-isst,
Und dann verhau ich dich, dass du das nie ver-gi-isst.

Ach, war das ein tolles Gefühl! Ich stand da oben auf der Bühne und sonnte mich in meinenm Erfolg. Sandra meinte, ich wäre der Star des Abends gewesen. Was auch immer das bedeuten mag. Auf jeden Fall werde ich das jetzt häufiger machen. Gertrud die Sängerin – Juchu!

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Story-Update

1. Juni 2013 um 16:14 Uhr unter Update

Story 29 veröffentlicht: Traumdeutung